Der Wald kehrt zurück


Wird alles wieder zu Wald?

Aus dem „Franziszeischen Kataster“ ist ersichtlich, dass um 1890 der südwestliche Teil des Bisamberges

  • zu 67% aus Grünflächen,
  • zu 21% aus Weingärten und nur
  • zu 5% aus Wald- und Ackerland bestand.

Bis 1990, also in 100 Jahren, hat sich dieses Verhältnis zu Gunsten des Waldes nahezu umgeklehrt.


Die bisherige Nutzung wird aufgegeben

Lohnt die Arbeit nicht mehr, fallen die bisher genutzten Flächen brach. Sogenannte “Pioniere” setzen sich meist aggressiv durch. Über Wurzeldruck, Nährstoffentzug und Schattenwurf verändern sie den ursprünglichen Lebensraum zu ihren Gunsten und bereiten ihn damit für den nächsten Schritt vor.


Verbuschung als Zwischenschritt

Wird eine Wiese nicht mehr gemäht oder ein Weingarten nicht mehr bearbeitet, kommen Sträucher und kleine Gehölze auf. Die in über 30 bis 40 Generationen geschaffene Kulturlandschaft wird langsam wieder vom Wald zurück erobert.


Verwaldung als Endstation

So gehen wertvolle Standorte wie Trockenrasen, Weiden und Wiesen, Trockenmauern und extensiv genutzte Weingärten verloren. Die Vielfalt schwindet. Ein gewaltiger Verlust an Lebensräumen für sehr viele Arten.


Der dramatische Wandel im Bild

1930 gab es auf der Südwestseite des Bisamberges noch viele Weingärten. Bereits in den 90iger Jahren des 20. Jahrhunderts waren sie zu einem großen Teil dem Wald gewichen