Hotspot für Flora und Fauna

Wenn Systeme aufeinander treffen

Unterschiedliche Einflüsse wirken auf den Bisamberg ein. Ausläufer des westlichen ozeanischen Klimas wechseln sich mit solchen aus dem östlichen kontinentalen Klima ab. Weiter sehr unterschiedliche Standorte zwischen kargen nährstoffarmen Böden und fruchtbarem Löß. Letztlich spielt auch die besonnte südwestliche Lage und das kühlende Lokalklima durch die Donau eine wichtige Rolle. Und: die größte Vielfalt der Natur entsteht immer dort, wo unterschiedliche Systeme sich wechselseitig beeinflussen und aneinander reiben.


Der Wert von Waldrand & Wiese

Ein schönes Beispiel dafür ist der Übergang vom Wald zur Wiese. Hier begegnen die Lebensgemeinschaften des Waldes denen einer Wiese. Unterschiedliche Arten von Pflanzengesellschaften und daran gebundene Insekten treffen aufeinander. Sie bilden weit mehr Arten als das jeweils alleinige Ökosystem Wald oder Wiese.


An die 600 Pflanzenarten

Die Pflanzenwelt des Bisambergs ist wegen der Unterschiedlichkeiten von Klima, Boden und Besonnung besonders reichhaltig. 600 Pflanzenarten, darunter an die 20 Orchideenarten, aber auch Raritäten wie Waldsteppen-Wermut oder Pannonien-Pippau. Zusammen mit den Trockenrasengesellschaften ein Hotspot für Botaniker

Über 1800 Insektenarten

Eine reichhaltige Pflanzenwelt ist gleichzeitig Lebensraum für unglaublich viele Insekten. So werden im Buch“ Der Bisamberg und die alten Schanzen“ neben 700 Arten an Laufkäfern, Grabwespen und Wanzen an die 400 Wildbienen- und 730 Schmetterlingsarten nachgewiesen