Werdegang des Projekts


Am Fuß des Bisamberges, im Rehgraben, gab es einen aufgelassenen Wein- und Obstgarten. 2017 wurde auf dieser Fläche ein Flüchtlingsprojekt gestartet: “Biene trifft Obstbaum”. Gemeinsames ehrenamtliches Arbeiten mit LangenzersdorferInnen sollte Integration ermöglichen. So wurde der völlig verbuschte ehemalige Wein- und Obstgarten neu gestaltet.


Am steilen Hang musste in mühseliger Handarbeit ein Weg angelegt werden. Er führt in etlichen Serpentinen mit sanften Anstieg hinauf bis zur Bienenarena, zur Obstwiese und weiter zum Ausichtspunkt in’s Donautal, zum gegenüberliegenden Leopoldsberg und zum nahen Wien.


In vielen Stunden und unter Einsatz etlicher Asylwerber wurde gerodet, wurden Wege angelegt, die Obstbäume geschnitten, heimische Pflanzen kultiviert und Gestelle für die Honigbienen-Beuten errichtet.


Damit sich ein ehemals verbuschtes Gelände zu einer Wiese entwickelt, sind immer wieder Pflegemaßnahmen erforderlich.


Die Bienenbeuten stehen. Jetzt können die Bienen an die Arbeit “fliegen” und fleißig Honig sammeln


Auch Kinder haben Spaß beim Helfen. Nach der Umwandlung zum Venusgarten zu einer Obstwiese gibt es jede Menge zu pflegen. Immer wieder kommen Sträucher und Bäume von früher durch.


Die Venus als Namenspatronin

Namensgeberin des Areals ist die Venus von Langenzersdorf. Die 18 cm große Frauenstatuette der frühen Lengyel-Kultur wurde rund 100 Meter vom Venusgarten entfernt gefunden. An die 7.000 Jahre ist sie alt und bezeugt damit die allererste sesshafte Besiedlung. Und damit auch den Beginn der kulturlandschaftlichen Entwicklung am Bisamberg. Eine originalgetreue Kopie der Venus ist im Langenzersdorf Museum www.lemu.at zu besichtigen.


Im Herbst/Frühjahr 2018/2019 wurde in einem 2. Schritt ein Erlebnispfad mit 5 thematischen Stationen geplant und errichtet. Auf den Tafeln, die der Form der Venus nachempfunden sind, erfährt der Besucher Wissenswertes über die Geschichte, Fauna und Flora im Venusgarten. Für umfangreiche Informationen führen QR Codes zum Handy oder zur Website.


Die großen Fragezeichen animieren zum Wissensquiz und die drehbare Wabentafel erläutert das Leben der Bienen. Auch hier gibt es QR Codes zum nachlesen und  nachschlagen, nicht nur über Bienen sondern über die Insektenwelt, die Kräuter und Schmetterlinge sowie die Geschichte des Bisambergs


An der Bienenwiege und dem hölzernen, lebensgroßen Honigbären finden vor allem die Kinder großen Gefallen. Der Bär thront hoch oben und blickt zufrieden mit seinem „summenden Bienen-Bauch“ auf ein äußerst nachhaltiges Integrationsprojekt.


Unser Honigbär hält schützend seinen Bauch. Kein Wunder, hat er doch innen drinnen etwas sehr Kostbares. Süßen Honig in den Waben seines darin wohnenden Bienenvolks. Sein Bauch ist voller Leben.

Am Rücken hat er ein Fenster, wo das alles zu sehen ist: Die Waben aus Wachs, darin der gesammelte Honig und auf den Waben die fleißigen Bienen, die den Honig in einem Umkreis vonmehreren Kilometern aus Blüten von Obstbäumen Sträuchern und blühenden Wiesen heranschaffen.


Blick von der Obstwiese über Langenzersdorf zum Leopoldsberg